Veränderungen sind wie sterben.

Es ist doch so, der Mensch den ich liebe ist tod. Natürlich nicht wirklich, er ist nur verändert. Denn ich liebe den Menschen, der mich liebt und das tut er ja nicht (mehr). Also gibt es den Menschen den ich liebe nicht mehr. Es gibt diese Person einfach nicht mehr, sie ist auf dieser Welt nicht mehr zu finden, nur in meinen Gedanken. Davon muss ich weg kommen, denn der Mensch den ich liebe ist tot. So einen Menschen gibt es nicht. Er ist tot. Es gibt nur noch, die ebenfalls veränderte, Hülle dieses Menschen, den Körper. Die Seele die ich liebe ist tot. Nur der Körper des mal lebenden Menschen erinnert mich an die Person, die es mal gab. Aber jetzt ist diese Person tot. Je mehr ich mir das einrede, desto besser komme ich klar. Ich liebe einen Menschen, den es nicht gibt. Ich liebe nicht denjenigen, der mir täglich begegnet, sondern den, der er mal war. Auch ich bin schon oft gestorben. So ist das eben, Menschen sterben, auch wenn sie noch atmen. 

Kommentare:

nora hat gesagt…

wunderschön geschrieben, wenn auch traurig und wahr.

Katja hat gesagt…

"Ich liebe einen Menschen, den es nicht gibt." - das zu verarbeiten, finde ich aber schwer.

lale a. hat gesagt…

wow

ALiice hat gesagt…

Der Text ist echt schön

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